15.12.2025 | Kategorien: Industriedenkmäler, Wissenswertes, Exkursion

Ein Bericht von Michael Rettberg

Henrichshütte | © Heinz-Dieter Klauß
Immer wieder haben wir die Henrichshütte besucht, um neue Eindrücke im Bild festzuhalten. Dieses Mal waren wir – Ralf Eul, Heinz-Dieter Klauß und Michael Rettberg – trotz schlechten Wetters im Regen unterwegs, um hier zu fotografieren.

Die alten, verlassenen Stahlwerke mit ihren gigantischen Konstruktionen und Ausmaßen lassen uns nur erahnen, wie schwer die Menschen hier einst gearbeitet haben müssen. Beeindruckend ist auch, welche klugen Konstrukteure diese Anlagen damals ohne Computer erschaffen haben.
Heute zeigen die verbliebenen Flächen und Gebäudereste nur noch rund ein Zehntel der ursprünglichen Größe der Anlage.

Ein paar geschichtliche Informationen zur Henrichshütte:
Das Hüttenwerk wurde 1854 konzessioniert und erlebte bis zur endgültigen Stilllegung im Jahr 1987 zahlreiche Besitzerwechsel. Einst arbeiteten rund 10.000 Menschen auf dem riesigen Industrieareal. Sie produzierten Koks, Eisen und Stahl, gossen, walzten und schmiedeten das Metall.
Gegen erheblichen Widerstand wurde 1987 in Hattingen der letzte Hochofen nach etwa 130 Jahren Roheisenproduktion ausgeblasen. Er ist heute der älteste noch erhaltene Hochofen im Ruhrgebiet. Seine Tagesleistung betrug rund 800 Tonnen Roheisen.

Heute ist die Henrichshütte ein Industriemuseum des LWL . Jeder kann die Anlage besichtigen, über das Gelände gehen oder sie bei Tag und in den Abendstunden fotografieren.

Noch immer ist der graue Beton vom Kohlestaub geschwärzt, und die Natur erobert sich ihr Terrain jedes Jahr ein Stück weiter zurück.

15.12.2025 | eingestellt durch: Heinz-Deter Klauß