18.04.2026 | Kategorien: Ausstellungen, Club, Events
Ein Bericht von Dr. Doris Nsiff
Teamarbeit | © Dr. Doris Nsiff
So heißt ein fotografisches Projekt unseres Fotoclubs, dessen Thema im August 2025 von der Freiwilligen-Agentur der Diakonie An Sieg und Rhein an uns herangetragen wurde.
Das Team CINEMA innerhalb des Fotoclubs Troisdorf besteht aus zehn engagierten und gut aufeinander abgestimmten Fotografinnen und Fotografen unter der Leitung von Dr. Doris Nsiff. In den vergangenen Jahren haben wir bereits verschiedene Projekte erfolgreich umgesetzt.
Für dieses neue Vorhaben, an dessen Ende eine große Fotoausstellung stehen wird, haben wir uns bewusst entschieden, weil das Thema für uns eine besondere fotografische Herausforderung darstellte und zugleich an unsere kontinuierliche Beschäftigung mit ehrenamtlichem Engagement anknüpfte.
In enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen-Agentur wurde die inhaltliche Grundlage entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Einsamkeit sichtbar gemacht und gleichzeitig Wege in die Gemeinschaft aufgezeigt werden können. Dabei ist ehrenamtliche Tätigkeit auch eine Möglichkeit, sich einer Gemeinschaft anzuschließen.
Viele Menschen kennen Situationen, in denen Einsamkeit spürbar wird. Genau hier setzt unser Projekt an. Über mehrere Monate hinweg waren wir an unterschiedlichen Begegnungsorten unterwegs. Wir haben Menschen getroffen, die allein sind oder sich so fühlen, und zugleich Orte erlebt, an denen ihnen Offenheit, Zeit und echtes Interesse begegnen.
Unser Ziel war es, diese oft leisen Momente sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht nur darum, Einsamkeit abzubilden, sondern auch das, was daraus entstehen kann: ein Gespräch, ein erstes Lächeln, ein Gefühl von Zugehörigkeit. Für uns als Fotografen war das eine echte Herausforderung, denn nicht jeder möchte sich in einer solchen Situation fotografieren lassen. Umso wichtiger waren ein respektvoller Umgang, Geduld und der Aufbau von Vertrauen.
Wir waren einzeln oder in kleinen Teams unterwegs und haben zahlreiche Eindrücke gesammelt. Aus einer großen Zahl von Aufnahmen haben wir schließlich 50 Bilder ausgewählt. Diese sind bewusst als Paare konzipiert: Ein Bild zeigt einen Moment der Einsamkeit, das andere den Schritt in die Gemeinschaft. So entsteht beim Betrachten ein inhaltlicher Zusammenhang, der über das einzelne Foto hinausgeht.
Besonders eindrücklich erlebten wir die Arbeit der Ehrenamtlichen. Sie findet häufig im Hintergrund statt und bleibt oft unbeachtet. Umso wichtiger war es uns, auch diese Menschen sichtbar zu machen. Einige haben sich bereit erklärt, sich fotografieren zu lassen und damit
Einblicke in ihr Engagement zu geben.
Im März 2026 konnten wir die fotografische Arbeit abschließen.
Wenn Sie die Ausstellung besuchen, laden wir Sie ein, sich Zeit zu nehmen und genauer hinzusehen. Vielleicht entdecken Sie Momente, die Ihnen vertraut sind, oder gewinnen neue Perspektiven. Die Ausstellung „Gemeinsam statt einsam – Ehrenamt wirkt“ steht kurz vor der Eröffnung. Termin und Ort werden von der Freiwilligen-Agentur Siegburg noch bekanntgegeben. Eine digitale Bilderschau vermittelt bereits einen ersten Eindruck unserer Arbeit.
Wir freuen uns darauf, Ihnen das Projekt bald persönlich vorstellen zu können.

